Im Juli vergangenen Jahres wurde eine 2,1 ha große Waldfläche unweit des Wohngebietes Im Grund vom Planegger Gemeinderat zur Auskiesung freigegeben. Das betroffene Waldstück ist stark vom Riesenbärenklau befallen. Sowohl der Oberboden als auch die oberen Kiesschichten sind aller Wahrscheinlichkeit nach mit dessen Samen verseucht.
Was den Riesenbärenklau besonders gefährlich macht ist sein Pflanzensaft. Er enthält phototoxische Substanzen die auf der Haut in Verbindung mit Sonneneinstrahlung zu starken Verbrennungen führen. Der invasive Neophyt stellt nicht nur eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, sondern bedroht auch die unserer vierpfotigen Lebensgefährten, sowie anderer Tiere. Aufgrund seines Gefahrenpotentials erhielt die Herkulesstaude, wie sie wegen ihres Höhenwachstums auch genannt wird, 2008 die zweifelhafte Auszeichnung „Giftpflanze des Jahres“.
Ausschlaggebend für ihre Expansion ist nicht nur die hohe Samenproduktion, sondern dass dieser über Jahre hinweg keimfähig bleibt. Im Gemeindegebiet ist sie hauptsächlich in Gebieten wiederaufgeforsteter ehemaliger Kiesgruben zu finden, denn offensichtlich bieten ihr diese instabilen Ökosysteme ideale Bedingungen, sich weiter auszudehnen.
Nun wurde dem Betreiber der Kiesgrube zur Auflage gemacht ein Konzept vorzulegen, das eine Verbreitung der Samen ausschließen soll. Besonderes Augenmerk gilt hier sowohl dem oberirdischen Förderband, mit dem der befallene Kies von der Abbaustelle ins Werk nach Gräfelfing transportiert, als auch dem mit Samen verseuchten Oberboden, der auf den angrenzenden Flächen nahe der Kompostieranlage abgelegt werden soll. Zudem wären Maschinen und Fahrzeuge die die Erdmassen bewegen, ebenfalls kontaminiert.
Es wäre sicher sinnvoll die von der Herkulesstaude befallene Fläche im Vorfeld eines Kiesabbaus zu säubern und mit einer Ausbeutung der Grube zu warten bis sicher gestellt ist das keine Gefahr der Verbreitung mehr besteht, denn angesichts oben dargestellter Risiken scheint es nur noch eine Frage der Zeit bis der Riesenbärenklau auch in unseren Gärten, Parks und Grünflächen angekommen ist.


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