Gemeinsames Signal für die Wärmewende: GRÜNE Bürgermeisterkandidatinnen setzen auf Information, Geothermie und Zusammenarbeit im Würmtal

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung stellten die beiden Bürgermeisterkandidatinnen Sabine Klein (GRÜNE Gräfelfing) und Judith Grimme (GRÜNE Planegg/Martinsried) die Bedeutung der Geothermie als zentrale Zukunftstechnologie für die regionale Wärmeversorgung in den Mittelpunkt. Ziel der Veranstaltung war es, fundiertes Wissen zu vermitteln, Chancen der interkommunalen Zusammenarbeit im Würmtal aufzuzeigen und den offenen Austausch zu fördern.

„Die Nutzung von Erdwärme ist eine Schlüsseltechnologie in der Wärmewende“, betonte Sabine Klein. „Sie ist klimafreundlich, stabil und macht unsere Gemeinde unabhängig von fossilen Energien und geopolitischen Abhängigkeiten.“ An diese Einschätzung knüpfte Judith Grimme an: „Geothermie ist eine großartige Chance für uns im Würmtal. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung über diese komplexe Thematik bestmöglich zu informieren und ihr die Möglichkeit zu geben, Fragen direkt an Fachleute zu stellen. Zudem sind Vernetzung und Erfahrungsaustausch bei solch großen Projekten von großem Vorteil.“ Knapp 250 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen ins Kupferhaus, um sich zwei Fachvorträge anzuhören und mit den Referenten und Kandidatinnen ins Gespräch zu kommen.

Dr. Kai Zosseder von der Technischen Universität München, Leiter der Arbeitsgruppe Geothermie am Lehrstuhl für Hydrogeologie und Mitglied des Münchner Klimarats, erläuterte die wissenschaftlichen Grundlagen und Potenziale der Geothermie.

Ergänzt wurde dies durch Helmut Mangold, Geschäftsführer der IEP – Innovative Energie für Pullach GmbH, der praxisorientiert über konkrete Anwendungen, Erfahrungen und Herausforderungen aus der kommunalen Umsetzung berichtete. Seit nunmehr 20 Jahren wird Pullach durch ein Fernwärmenetz mit der geothermischen Energie beliefert.

Abschließend betonten die beiden Kandidatinnen die Notwendigkeit partei- und gemeindeübergreifender Zusammenarbeit. Klimaschutz und Energieversorgung machten nicht an Gemeindegrenzen halt. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass die Wärmewende nur gemeinsam gelingen könne – durch transparente Information, offenen Dialog und enge Kooperation zwischen den Kommunen und mit den Bürgerinnen und Bürgern.

v.l.n.r.:

Thomas Banck (Fernwärmenetz Gräfelfing), Helmut Mangold (Geschäftsführer IEP Pullach GmbH), Judith Grimme (2. Bürgermeisterin Planegg/Martinsried, Bürgermeisterkandidatin und Ortsvorsitzende), Dr. Kai Zosseder, TU München, Lehrstuhl für Hydrologie, Mitglied des Münchner Klimarats, Sabine Klein (Bürgermeisterkandidatin und Ortsvorsitzende Gräfelfing)

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