Flächennutzungsplan für Planegg
Im Januar 2017 beschloss der Gemeinderat Planegg den 40 Jahre alten Flächennutzungsplan (FNP) der Gemeinde neu aufzustellen. Durch einen FNP werden die städtebaulichen Planungs- und Entwicklungsziele festgelegt. Das 2015 von einer repräsentiv ausgewählten Bürgerschaft erarbeitete Gutachten und die daraus resultierenden Leitlinien zur Ortsentwicklung sollten hierbei die Grundlage aller Entscheidungen bilden, nämlich moderates Wachstum der Gemeinde, kein weiterer Verbrauch von Grünflächen und eine Aufwertung der Lebensqualität.
Am 22.03.2018 beriet nun der Gemeinderat die Anträge der Fraktionen zur neuen FNP-Aufstellung. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Ausweisung dreier neuer Baugebiete.
1. Inmitten des am dichtest besiedelten Gebiets der Gemeinde, zwischen Röntgen- und Fraunhoferstraße, auf dem bisherigen grünen Wall stellte die Gruppe 21 den Antrag ein Wohngebiet auszuweisen. Hier sollen Geschossflächenwohnungen entstehen.
Ein zusätzlicher Geschossflächenbau auf derart engem Raum, ist nach Ansicht von Bündnis 90/Die Grünen ein unzumutbares Vorhaben und für die neue Ortsmitte nicht akzeptabel. In dieser exponierten Lage hat in den vergangenen zwei Jahren ein erheblicher Eingriff durch Bautätigkeit stattgefunden. Ausgereizt durch drei neue große Baukörper lehnt Bündnis 90/Die Grünen eine Nachverdichtung, wie sie die Gruppe 21 auf dem Wall in Martinsried anstrebt, ausdrücklich ab.
Weder den Interessen, der dort ansässigen Bürgern noch der Forderung der Bürgerschaft nach einem Erhalt des Ortsbildes wird hier Rechnung getragen.
2. Das bestehende Wohngebiet im Grund soll um knapp 3 ha erweitert werden.
Bündnis 90/Die Grünen erachten den ausufernden Verbrauch an Grünflächen wie ihn der neuen FNP im Wohngebiet im Grund anstrebt als nicht hinnehmbar. Um den in den Leitlinien zum Ausdruck gebrachten Wunsch der Bevölkerung nach einem moderaten Wachstum zu erfüllen steht auf Gemeindegebiet genügend ausgewiesener Baugrund zur Verfügung: Unikum Martinsried, Bauvorhaben Josef-Beyerl-Straße, Bahnhofs-Areal, Herzog-Wilhelm-Straße, Hofmarkstraße, als geplante bzw. in naher Zukunft realisierte Baumaßnahmen so wie bereits zur Wohnbebauung ausgewiesene Flächen in privater Hand.
3. Die landwirtschaftliche Fläche hinter der Wohnanlage des MPI am Klopferspitz entlang des Waldrandes, wird als Baufläche dokumentiert.
Die Grünfläche am Klopferspitz in Martinsried ohne Dringlichkeit als Baugrund auszuweisen lehnt Bündnis 90/Die Grünen ab, da das MPI seine bereits erteilten Baugenehmigungen für zwei weitere Mehrfamilienhäuser noch nicht ausgeschöpft hat.
Eine Naturfläche unmittelbar am Waldrand gelegen ist als solche unbedingt erhaltenswert.



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